Der Fürstenfeldbrucker See wird von den Einheimischen trotz seiner Größe von knapp sechs Hektar liebevoll Pucher Meer genannt.

Der Baggersee mit dem mit Abstand klarsten Wasser ist eine Freizeitoase.

 

Lage: Das Naherholungsgebiet Pucher See mit einer Gesamtgröße von 14,4 Hektar liegt umgeben von knapp 250 Bäumen an der Augsburger Straße (B 2) südlich vom Ortsteil Puch der Stadt Fürstenfeldbruck.

 

Anfahrt: Mit dem Auto über die Autobahn A 8 über die Ausfahrt Dachau/Fürstenfeldbruck. Dann auf der B471 Richtung Fürstenfeldbruck. Und schließlich auf der B 2 Richtung Augsburg. Vor Ort stehen rund 600 gebührenpflichtige Parkplätze zur Verfügung.

 

Geschichte: Mitte der 70er Jahre entstand der Pucher See durch Kiesabbau. Seit 1997 wird der Baggersee zum Erholungsgebiet ausgebaut. Dafür wurden 70.000 Kubikmeter Boden bewegt, 245 Bäume gepflanzt und das Ufer abgeflacht (10 Prozent Neigung). Die angrenzenden Seen des insgesamt 34 Hektar großen Kiesabbaugebiets sollen nach Abschluss der Arbeiten in den kommenden Jahren integriert werden.

 

Beschreibung: Der Pucher See besticht vor allem durch sein  türkisblaues Wasser, das aus unterirdischen Quellen gespeist wird. Er gilt sogar als der See mit dem klarsten Wasser unter den Baggerseen im Münchner Umland. Badegästen stehen eine 3,4 Hektar große Liegewiese und ein 20 Meter breiter Sandstrand zur Verfügung. Seit der Abflachung des Zugangs ins Wasser können auch Kinder gefahrlos in den See gehen. Für die Kleinen gibt es außerdem einen Sandkasten, einen Kletterturm mit Rutsche. Am Westufer kommen Sportfreaks auf ihre Kosten: Zwei Beach-Volleyball-Felder laden zum Baggern ein.

Das nördliche Ufer ist Naturbelassen. Steile Kieshänge am Rand des Wassers, die nur spärlich von Bäumen bewachsen sind, lassen hier wenig Platz für Einsamkeit. Für Wasserratten gibt es im See zwei Badeinseln. Wer für kleine Königstiger muss kann eine der fünf Damen- oder vier Herrentoiletten benutzen. Für Jungs gibt es auch 4,9 Meter Pissoir. Das Pucher Meer hat auch einen inoffiziellen FKK-Bereich. Während die große Liegewiese im Süden als Textil-Strand genutzt wird, tummeln sich die Nackerten sonst recht frei auf dem Gelände - hauptsächlich aber im Ostbereich. Am Wochenende treffen sich dort rund 100 Anhänger der Freikörperkultur. Die Wasserwacht hat eine Rettungs- und Betreuungsstation eingerichtet. Hunde sind auf dem Gelände verboten. Alle zwei Wochen prüft das Gesundheitsamt an zwei Entnahmestellen die Wasserqualität.